Narkolepsie
Narkolepsie wird im Volksmund auch Schlafkrankheit genannt. Das herausragenste Symptom ist eine erhöhte Tagesschläfrigkeit.
Narkoleptiker stehen ausgeruht auf, sind jedoch nach kurzer Zeit wieder todmüde. Das hat nichts mit zu wenig Schlaf, mit langem Ausgehen oder mit spät zu Bett gehen zu tun. Narkolepsie ist eine neurologische Krankheit. Sie ist eine Störung der Schlaf-Wach-Reguliierung, deren Zentren im Gehirnstamm und im Mittelhirn liegen.
Die Krankheit kann in jedem Alter auftreten. Die Symptome sind sehr unterschiedlich ausgeprägt. Dabei ist weder die Gehirnfunktion noch die Lebenserwartung betroffen.
Ist die Krankheit einmal aufgetreten, bleibt sie ein Leben lang bestehen. Medikamenten helfen die Symptome zu lindern, eine Heilung ist jedoch nicht möglich.
Tagesschläfrigkeit
Tagesschläfrigkeit ist entweder ständig vorhanden oder tritt in Form anfallsartiger Einschlafattacken von meint nur wenigen Minuten Dauer auf. Häufig kann ein Schläfchen von 15 bis 30 Minuten die Schläfrigkeit der nächsten paar Stunden beseitigen. In unterschiedlichen Abständen kehrt die Müdigkeit mehrmals pro Tag zurück.
Dieser Rhythmus erinnert an den etwa 4-stündigen Schlaf-Wach-Rhythmus des Neugeborenen. Wenn keine Möglichkeit besteht einige Minuten zu schlafen, verstärkt sich die Einschlafneigung und wird unwiderstehlich.
Kommt ein narkoleptiker nicht zu seinem erforderlichen Schlaf, so fällt er für kurze Momente in einen Halbschlaf und es werden geistesabwesend unsinnig erscheinende Handlungen ausgeführt.
Kataplexie
Eine Kataplexie ist eine kurzandauernde und plötzliche Erschlaffung der Gesichts-, Arm- oder Beinmuskulatur. Der Körper des Narkoleptikers fällt in die REM-Phase. Man spricht von einem "affektiven Tonusverlust", weil diese Anfälle meistens durch eine Gemütsregung ausgelöst werden. je nach Schweregrad eines Anfalls führt die Erschlaffung zu undeutlichem Sprechen oder Stimmverlust, zu einem Weichwerden der Knie oder zum vollständigen Zusammensinken. Das Bewusstsein ist bei einer Kataplexie nicht beeinträchtigt.
Hypnagoge Halluzination
Im Gegensatz zu normalen Schläfern beginnen die Schlafepisoden von Narkoleptikern mit dem REM-Schlaf. Beim Einschlafen können sich Inhalte des REM-Schlafs (Verlust der Muskelspannung, Traumwahrnehmungen) mit dem Wachbewusstsein vermischen und überlappen. in diesem Zustand kann der Betroffene nicht klar erkennen, ob er wach ist oder schläft.
Schlaflähmung
Bei intensiven Träumen fällt der Betroffene in eine Schlaflähmung, eine sogenannte Schlafparalyse. Er möchte aufstehen, das Licht anzünden - doch der Körper ist in der Muskelerschlaffung des REM-Schlafes gefangen. Dieses Phänomen kann beim Einschlafen oder beim Erwachen auftauchen. Der Narkoleptiker will wach werden, doch der Schlaf lässt ihn nicht los.
Gestörter Nachtschlaf
Der gestörte Schlaf in der Nacht kann als Weiterführen des 4-stündigen Ruhe-Aktivitätsrhythmus angesehen werden. Typisch ist ein abruptes Erwachen ohne ersichtlichen Grund. Der Narkoleptiker ist hellwach und angeregt, verrichtet mitten in der Nacht irgendeine Arbeit oder bringt seine Ideen und Gedanken zu Papier